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AWI – Stiftung Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung: Tiefseeforschung

Das Alfred-Wegener-Institut ist das Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung: Es hat seinen Hauptsitz in Bremerhaven und beschäftigt inzwischen rund 780 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren und hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die nationale und internationale Wissenschaft zur Verfügung.

Beschreibung Tätigkeit der FÖJ-Stelle:

“Tiefseeforschung”
Die Tiefsee ist das größte Ökosystem der Erde und hat mit seinen ozeanischen Prozessen eine tragende Bedeutung für das globale Klima und den Kohlenstoffkreislauf im System Ozean-Atmosphäre. Untersuchungen von Meeresbodenablagerungen erlauben eine Rekonstruktion der Klimazustände früherer Erdzeitalter, welche Aufschluss geben über langzeitlich naturbedingte Umweltveränderungen. Außerdem ermöglicht der schützenswerte Lebensraum der Tiefsee mit seinem stabilen Ökosystem in besonderer Weise die Erforschung der Evolution der Tierarten.
Mit fortschreitender Industrialisierung steht auch der marine Lebensraum zunehmend unter anthropogenem Einfluss. Um Auswirkungen menschlicher Eingriffe auf das Ökosystem der Meere beurteilen zu können, brauchen wir Langzeituntersuchungen an ausgewählten Standorten. Zeitserien liefern die Basisdaten zur Beschreibung von Veränderungen in der Folge anthropogener Eingriffe. Nur die Analyse langer Zeitreihen vermag Trends offen zu legen, aus denen auf tief greifende Veränderungen im System geschlossen werden kann. Polare Regionen spielen eine wichtige Rolle im Klimasystem der Erde und reagieren gleichzeitig sehr sensibel gegenüber natürlichen und anthropogen verursachten Klimaveränderungen. Im Sommer 1999 wurde in der Framstraße westlich von Spitzbergen die erste, und bislang einzige, Tiefsee-Langzeitstation in einer polaren Region, der so genannte “HAUSGARTEN” des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, eingerichtet. Seither werden in einem interdisziplinären Ansatz unterschiedliche Umweltparametern untersucht, um saisonale und interannuelle Variationen in Relation zu globalen Umweltveränderungen nachvollziehen zu können.

Die TeilnehmerInnen am FÖJ werden in diese Untersuchungen integriert und dabei u.a. an folgenden Arbeiten beteiligt sein:

  • Mit dem Stereomikroskop werden kleine Organismen aus Sedimentproben aussortiert, gezählt und gleichzeitig in taxonomische Gruppen unterteilt.
  • Von ausgewählten Tiergruppen werden Mikropräparate angefertigt, die zur späteren taxonomischen Bearbeitung des Materials benötigt werden.
  • Mit einem computergestützten System zur Bildanalyse werden anhand von Mikropräparaten morphologische Merkmale der Organismen erfasst.
  • Die Teilnehmer/Innen werden mit unterschiedlichsten Analysen (Aktivitäts- und Biomasseparameter) im biochemischen Labor vertraut gemacht.
  • Die Auswertung von Tiefsee-Fotos und Videos ist Bestandteil regelmäßiger Untersuchungen.
  • Die Teilnehmer/Innen werden in die elektronische Datenverarbeitung eingeführt.
  • Darüber hinaus üben sie den Umgang mit Datenbanken und Programmen zur Verwaltung von Literatur.

AWI – Stiftung Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
Am Handelshafen 12
27570 Bremerhaven
Tel. 0471 – 48 31 13 54
Fax 0471 – 48 31 14 25
AnsprechpartnerIn: Winfried Hebold-Heitz, Dr. Thomas Soltwedel
Email: winfried.hebold-heitz@awi.de
Website www.awi.de

Es wird eine unentgeltliche Unterkunft gestellt, auf Wunsch kann stattdessen auch die Ersatzpauschale in Anspruch genommen werden.

Anzahl der Plätze: 1